Apache

2007 ist ein absolutes Erfolgsjahr für den Verlag Abacus Spiele: mit dem Spiel „Zooloretto“ wurde der Verlag aus Dreieich erstmals mit dem Kritikerpreis „Spiel des Jahres“ ausgezeichnet. Damit die anderen Neuerscheinungen des diesjährigen Spielejahrgangs nicht ins Hintertreffen geraten, möchte ich nun eine davon, nämlich Apache aus dem gleichen Verlag, vorstellen.

Spielmaterial bei Apache sind eine Tafel, die aufgrund der Tatsache, dass sie nur zu dem Zweck dient, Karten darauf abzulegen, m. E. etwas zu groß geraten ist und viele, viele Karten, insgesamt 134 Stück. 20 davon sind Handkarten in den 5 Spielerfarben. Sie zeigen eine Person des Indianerstamms und ihr dazu passendes Beutestück. So sammelt der Krieger beispielsweise Tomahawks, die Squaw Halsketten, usw. Die restlichen Karten, Präriekarten genannt, zeigen neben den erwähnten Beutestücken und Personen in den 5 Spielerfarben auch Tipis. Dazu später mehr.

Die Präriekarten werden als „ungeordneter Haufen“ (Zitat aus der Spielregel) um die Tafel verteilt, jeder Spieler nimmt sich 4 gleichfarbige Handkarten und es geht los. Reihum wird nun eine Karte aus dem Haufen aufgedeckt. Liegen Personenkarten seiner Farbe und dazu passende Beutekarten aus, darf der Spieler möglichst schnell die entsprechende Handkarte auf die Tafel legen und die entsprechenden Karten einsammeln. Alternativ gibt es noch die Möglichkeit, alle Tipis einzusammeln, das können sogar alle Personen. Aufmerksame Leser werden die Formulierung bereits bemerkt haben: DARF. Das heißt, der Spieler kann auch warten, bis mehr Beutekarten ausliegen, er läuft dann aber Gefahr, dass diese Beutekarten von einem anderen Spieler weggeschnappt werden. Wenn alle Karten entweder eingesackt wurden, oder offen ausliegen, gewinnt der Spieler, der am meisten Beute gemacht hat.

Apache ist ein Spiel mit zwei Seiten: in der richtigen Runde kann das Spiel eine Mordsgaudi bereiten, in der falschen ist entweder eine hohe Frustrationstoleranz ( bei Spielern mit unterschiedlichem Reaktionsvermögen ), oder Durchhaltevermögen ( es kann unter Umständen sehr lange dauern, bis ein Spieler Beute machen kann ) von Nöten. Über die eingangs erwähnte Tafelgröße kann man sich streiten, auch darüber, dass man von Stefan Dorra, dem Autor dieses Spieles, wohl andere Kost gewohnt ist. Wenn man jedoch die positiven Seiten gegen die negativen abwägt, ergibt sich ein „befriedigendes“ Spiel für zwischendurch.

Name: Apache

Autor: Stefan Dorra

Verlag: Abacus Spiele

Erscheinungsjahr: 2007

Spieler: 2 – 5

Alter: ab 8 Jahren

Dauer: 20 Minuten

 

NOTE: 3

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